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BBS Aktuell

Günter Kesselmann reist mit dem Elektromobil zur BBS
20.05.2016

Wenn ich groß bin, werde ich ein Auto ...

„Wenn ich groß bin, werde ich ein Auto“ ist der erste Gedanke, der einem beim Anblick des kleinen Vehikels auf dem BBS-Parkplatz durch den Kopf schießt. Dabei ist der kleine Wagen eigentlich schon ein großer: ein Elektroauto mit allem, was zu so einem Fahrzeug dazugehört.

Besitzer Günter Kesselmann jedenfalls vermisst an seinem „Spaßmobil“ rein gar nichts: „Es ist sparsam, umweltfreundlich,  kostengünstig und gut zu bewegen“, schildert er die Vorzüge seines fahrbaren Untersatzes. Wenn auch ein mitunter recht luftiges Vergnügen: Front- und Heckscheibe sind vorhanden, die Seitenscheiben dagegen nicht. „Stört aber nicht“, beteuert Kesselmann. „Selbst bei Regen wird man nicht nass. Nur im Winter ist es mitunter etwas kühl.“
Der 48-Jährige, der momentan einen mehrteiligen Lehrgang zur Elektrofachkraft bei der BBS besucht, hat sich den Pkw privat angeschafft. Er nutzt ihn vorwiegend auf Kurzstrecken zwischen seinem Wohnort Reken und dem Arbeitsort Dorsten, wo der Dipl.-Ing. bei der Win-Dor (Wirtschaftsförderung Dorsten) für den Bereich Energieversorgung und Contracting zuständig ist. Oder halt für Bildungsfahrten Richtung Ahaus.
„Es ist eigentlich wie Go-Cart-Fahren“, beschreibt Kesselmann die Vorzüge seines Fortbewegungsmittels. „Ich stand vor einiger Zeit vor der Frage, welches Fortbewegungsmittel ich mir neben dem Familienauto anschaffe. Ich bin Motorrad und Quad Probe gefahren. Und dann das Elektroauto. Dabei bin ich letztendlich geblieben.“
Anfangs befürchtete der Rekener zunächst: „Mit maximal 80 km/h komme ich kaum vorwärts. Aber überall auf den Straßen gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, da kann man sowieso kaum schneller fahren. Nach einigen Monaten habe ich bereits festgestellt, dass mich selten jemand überholt.“ Und sollte ihn doch einmal der Geschwindigkeitsrausch packen: „Mit einem zusätzlichen Adapter könnte ich auf 100 km/h aufrüsten.“ Das allerdings auf Kosten der Reichweite. Im Stadtverkehr kommt er mit einer Stromladung rund 100 Kilometer weit, über Land knapp 60. Da heißt es schon vor Fahrtantritt genau zu überlegen, wo das Ziel hinführt. „Aber es gibt ja für fast alles inzwischen eine App auf dem Mobiltelefon. So auch für Lademöglichkeiten. In Ahaus kann ich beispielsweise neben der BBS auch bei Tobit aufladen.“ Zudem setzen laut Günter Kesselmann unterdessen auch immer mehr Discounter auf diesen Service: „Bei Aldi-Süd kann ich beispielsweise eine Stunde lang kostenlos andocken. Aldi-Nord hat dieses Angebot leider noch nicht im Programm.“ Und auch noch lang nicht jede Raststätte entlang der Autobahn.
„Das Elektroauto lässt sich halt gut zum Einkaufen oder für kürzere Strecken nutzen“, so das Fazit des 48-Jährigen. Wobei ein Großeinkauf für eine Familie aus Platzmangel nicht wirklich untergebracht werden kann ... Potenzial für den Einsatz dieser Vehikel hat Günter Kesselmann aber für eine ganz andere Sparte ausgemacht: „Elektroautos ließen sich unter anderem von Pflegediensten hervorragend nutzen. Die Reichweite ist okay, der Wagen könnte abends an die Steckdose gehängt werden und morgens ist er dann wieder betriebsbereit. Eine günstige Variante ist er allemal.“
Das Mobil verfügt neben dem Fahrer- noch über eine Art „Notsitz“ dahinter. Beim Kofferraum allerdings heißt es: Fehlanzeige. Bremse und Gaspedal, ein Lenkrad mit darin integrierten Schaltungen. Das war‘s. Spartanisch in der Ausstattung, ebenso sparsam aber auch im Verbrauch. Kesselmann rechnet vor: „Bei einem Stromverbrauch von zehn bis zwölf Kwh auf 100 Kilometer mit einem Preis von 30 Cent pro Kwh sind das drei Euro auf 100 Kilometer.“ Die Batterie muss man mieten (ca. 40 €/Monat), die Versicherungskosten belaufen sich auf durchschnittlich 200 €/Jahr, die Steuerlast ist gleich Null. Günter Kesselmann lacht: „Einzig hoch ist hier nur der Fun-Faktor.“

 

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