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BBS Aktuell

FbW: Profiling von Flüchtlingen
05.04.2016

Auf Spurensuche nach Fähigkeiten und Talenten

„Ich weiß noch nicht genau, wo meine berufliche Reise hingeht. Aber erste Ideen habe ich schon entwickelt.“ Danyal Khin blickt bei diesen Worten sein Gegenüber Thomas Wittenbrink an. Gemeinsam mit dem BBS-Berater arbeitet er momentan am sogenannten „Profiling“.

 
Thomas Wittenbrink und seine Kollegin Eva Langer suchen derzeit im Auftrag des Kreises Flüchtlinge auf, um deren Daten zu erfassen. Die Schul- und Berufsausbildung, Berufserfahrung, Deutsch- und sonstige Sprachkenntnisse, Talente und Interessen, oder auch die Vorstellung von dem, was sich die Menschen hier überhaupt beruflich erhoffen, sind dabei die relevanten Eckpunkte. Thomas Wittenbrink: „Wir müssen dann letztendlich von unserer Seite das Interview noch mit einer Einschätzung über die Chancen und die Machbarkeit dieser Angaben ergänzen.“ Zielgruppe sind aktuell all jene, für die eine sichere Aufnahme in Deutschland wahrscheinlich ist: Menschen aus Syrien, dem Iran, Irak sowie aus Eritrea.
Danyal Khin hat in seiner syrischen Heimat schon am Goethe-Institut Deutschkurse besucht. Der 29-Jährige arbeitete in Damaskus als Verkäufer, studierte Englisch als Übersetzer. „Vielleicht gehe ich auch hier wieder in den Verkauf“, hat er gemeinsam mit Thomas Wittenbrink überlegt. Auch die Themen rund um den Computer findet er spannend.
„Es ist schon eine Spurensuche, auf die wir uns begeben müssen“, weiß Thomas Wittenbrink. „Die Berufsausbildung in den Herkunftsländern hat oft nichts mit der Ausbildung bei uns gemein. Da sagt einer, er war Mechaniker, hat aber in Wirklichkeit als Landwirt seine eigenen Maschinen repariert. Es sind ja auch nicht immer die entsprechenden Nachweise vorhanden.“
Was dem BBS-Mitarbeiter aber bei all seinen Gesprächen und Besuchen auch in den Unterkünften immer wieder positiv aufgefallen ist: „Die Menschen sind sehr offen, überall wurde ich freundlich, häufig mit einer Tasse Tee, empfangen.“

 

Einschätzung der Chancen

Das „Erstprofiling von Flüchtlingen“ ist zunächst auf sechs Monate befristet, da momentan noch nicht absehbar ist, wieviel Menschen in den kommenden Monaten noch in Deutschland eine neue Heimat su¬chen werden.
Auftraggeber ist der Kreis Borken. Eine Bietergemeinschaft, bestehend aus Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS), der Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt mbH (EWIBO) sowie der Akademie Klausenhof, stellt insgesamt drei Vollzeitstellen für das Projekt. Die Projektkoordination liegt in den Händen der EWIBO.
Seitens der BBS „profilen“ Thomas Wittenbrink und Eva Langer die Menschen. Die BBS deckt dabei regional die Bereiche Gronau, Vreden, Ahaus, Heek und Legden ab. Die Daten werden anhand vorgegebener Fragebögen an die Jobcenter weitergegeben, die Jobcenter wiederum kooperieren mit den Arbeitsagenturen

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