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Wie alles begann…

Vor dreißig Jahren, im Frühjahr 1977, brachten sieben Handwerksmeister in acht Werkstätten erstmals ihren Schulungsbetrieb an der Weidenstraße 2 in Ahaus in Gang.

Die Gründungsoffensive zur Förderung der beruflichen Bildung ist heute ein Markenzeichen für praxisnahe berufliche Bildung im Kreis Borken und darüber hinaus: Die Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH für Handwerk und Industrie, kurz BBS.

Die Weichen für die Gründung der Berufsbildungsstätte wurden bereits mit der Kommunalreform 1974 gestellt. Die Stadt Ahaus, die damals mit der Auflösung der Altkreise Borken und Ahaus ihren Status als Kreisstadt verlor, erhielt als Entschädigung den Zuschlag für eine neu zu gründende Berufsbildungsstätte.

Am 23. Juli 1976 unterzeichneten der Kreis Borken, die Stadt Ahaus, die Kreishandwerkerschaft, die Handwerkskammer Münster, die Industrie und Handelskammer zu Münster und die Stiftung Akademie Klausenhof den Gesellschaftervertrag. Zu diesem Zeitpunkt bauten Handwerker bereits seit sechs Monaten an den neuen Werkstätten an der Weidenstraße.

150 Werkstattplätze stellte die BBS vor drei Jahrzehnten für die Lehrlingsausbildung bereit. Heute bietet sie ganz unterschiedlichen Zielgruppen der beruflichen Bildung über 1.200 Schulungsplätze an Standorten in den Städten Ahaus, Gronau und Bocholt.



Überbetriebliche Ausbildung

Arbeitssuchende

Jugendliche

Frauenförderung

Weiterbildung



Überbetriebliche Ausbildung

Die Überbetriebliche Ausbildung ist seit Gründung des Hauses das Fundament der BBS. Hier lernen  Lehrlinge aus Handwerk und Industrie in den Berufsfeldern Elektro, Farbe, Holz, Bau, Metall, Sanitär/Heizung/Klima, Schweißtechnik, Kunststoff, IT/CAD.

Arbeitssuchende

1980 begann die BBS ihre Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Coesfeld bei der Fortbildung und Umschulung von Arbeitslosen. Heute zählen die Agentur für Arbeit, Kreis und Kommunen auf die berufliche und soziale Kompetenz des Hauses bei der Qualifizierung, Beratung und Vermittlung von Arbeitssuchenden.

Jugendliche

1980 begann auch das Engagement für benachteiligte Jugendliche. Im Herbst wurde in der ehemaligen Zündholzfabrik an der Van-Delden-Straße in Ahaus ein Berufsorientierungszentrum (BOZ) mit 50 Werkstattplätzen eingerichtet. Das BOZ entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zur Anlaufstelle für benachteiligte Jugendliche mit Defiziten im schulischen und sozialen Bereich aus dem gesamten Kreis Borken.

Frauenförderung

Pionierarbeit leistete die BBS bei der Wiedereingliederung von Frauen ins Berufsleben. Das Engagement in diesem Bereich begann 1989 mit einem Berufsrückkehrerinnenkurs, 1990 wurden EU-Projekte speziell für Frauen beantragt. Mit der Einrichtung einer hauseigenen Kindertagesstätte ermöglichte die BBS vielen Frauen und Männern die erfolgreiche Teilnahme an ihren Bildungsangeboten.

Heute ist die BBS in zahlreiche Gleichstellungsprojekte eingebunden: Beispielsweise stärkt sie mit praxisnahen Projekten im Rahmen der EU-Entwicklungspartnerschaft FUTURA das Selbstverständnis und die Entscheidungsfähigkeit junger Frauen bei der Berufswahl. Das Projekt „Regionen stärken Frauen“ erschließt Qualifizierungsmöglichkeiten für Frauen, die sich für Betrieb und Mitarbeiterinnen als Investition in die Zukunft rechnen. Unter der Adresse http://www.womens-careers.info/ findet sich seit 2004 ein Berufsberatungsportal für Frauen.

Weiterbildung

Erstmals im Jahre 1986 wurde im Schloss Ahaus die Ausbildung zu Mathematisch-technischen Assistenten durchgeführt. Die dafür notwendige umfängliche Rechnerausstattung wurde schon damals auch für berufliche Weiterbildungen genutzt. Die verstärkten Aus- und Weiterbildungsaktivitäten, damals fast ausschließlich im Bereich der Elektronischen Datenverarbeitung, führten 1988 zur Gründung der  Technischen Akademie Ahaus (TAA).

Seit Dezember 1989 ist die TAA mit ihrem Institut für Weiterbildung eine vom Land Nordrhein-Westfalen staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung, die ihre Angebote nicht nur in einem offenen Lehrgangsangebot offeriert, sondern insbesondere für regionale Unternehmen auch firmenspezifische Schulungen konzipiert und durchführt.

Heute gehören neben den Angeboten in der Informationstechnik vor allem Weiterbildungen in der Elektro- und Automatisierungstechnik, in der Metall-, Holz- und Kunststoffbearbeitung, im kaufmännischen Bereich, im Thema Personal und Führung und in Fremdsprachen zum Portfolio der TAA. Dabei kann sie sich auf vielfältige Kooperationen stützen, die es erlauben, praxisnahe Qualifizierungen durchzuführen.




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